Ausstellungen
Gute Gesellschaft
Lotte Hegewisch und das Mäzenatentum. Von Georg Friedrich Kersting bis Gerhard Richter. 18. Februar bis 24. Juni 2012
Anlässlich des 190-jährigen Geburtstags der Stifterin der Kunsthalle, Charlotte Hegewisch, widmet sich das Haus seiner Geschichte und der des Schleswig-Holsteinischen Kunstvereins aus dem Blickwinkel des bürgerlichen Engagements.
Die Ausstellung stellt prägende Sammlerpersönlichkeiten des 19. und 20. Jahrhunderts vor, darunter Ludwig Gustav Heinzelmann, Carl August Petersen und Paul Wassily. Auch das kulturelle Umfeld Lotte Hegewischs wird thematisiert: die Salonkultur, das Frauenbild, das damalige Umfeld Kiels und die politische Situation Schleswig-Holsteins entlang von Gemälden, Fotografien, Dokumenten und Möbeln. Neben dieser historischen Perspektive werden jene Stifter und Vereine vorgestellt, die die Kunsthalle bis in die Gegenwart begleiten. Unter dem Gesichtspunkt ihrer Erwerbungsgeschichte werden Meisterwerke, wie Werke von Georg Friedrich Kersting, Erich Heckel, Marlene Dumas und Gerhard Richter, und bisher kaum gezeigte Schätze präsentiert.
Darüber hinaus hat die in Kiel geborene und heute in Berlin ansässige Künstlerin Wiebke Siem eine surrealistisch anmutende Installation über zwei Geschosse für das Treppenhaus der Kunsthalle entworfen, in die sie Garderobenständer, gitterartige Kleider und Figurinen integriert. Das Werk lässt Assoziationen an gesellschaftliche Zwänge, Geschlechterrollen und die Anfänge der modernen Formensprache zu.
Es erscheint ein begleitender Katalog. Neben Beiträgen zu den einzelnen Themenfeldern, äußern sich Persönlichkeiten der deutschen Kulturlandschaft zum zukünftigen Verhältnis öffentlicher Museen und privater Förderung, u.a. Max Hollein, Reinhold Würth und Eske Nannen.