Ausstellung

Vorschau 2019

Rudolf Jahns, Frühling, 1927 Sprengel Museum Hannover, Foto: Herling/Herling © VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Rudolf Jahns, Frühling, 1927 Sprengel Museum Hannover, Foto: Herling/Herling © VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Intuition. Rudolf Jahns

20. Juli bis 1. September 2019

Vom 20. Juli bis 1. September 2019 zeigt die Kunsthalle zu Kiel 33 Arbeiten des Künstlers Rudolf Jahns (1896-1983). Der Maler und Grafiker ist Mitbegründer der Künstlergruppe „die abstrakten hannover“ und zählt zu den Pionieren des Konstruktivismus in Deutschland. Die ausgestellten Werke stammen aus den Jahren 1919 bis 1967. Trotz zeitgeschichtlicher Umbrüche ist es vor allem die eigene Intuition, die es Jahns erlaubt, seinen künstlerischen Weg konsequent zu verfolgen. Die Ausstellung zeigt Jahns Experimente mit reduzierten Formen sowie seine abstrakten Landschaften und Akte. Entlang von Relief, Zeichnung und Malerei sowie lyrischen Arbeiten zielt die Präsentation auf die Vielfalt des bislang wenig gezeigten Künstlers ab.

Eine großzügige Schenkung der Rudolf Jahns Stiftung Ende des Jahres 2018 ermöglicht diese Ausstellung. Leihgaben aus dem Sprengel Museum Hannover sowie bereits vorhandene Bestände aus der Sammlung der Kunsthalle ergänzen die Präsentation. Die Konzeption der Ausstellung erfolgt im Rahmen eines von der Rudolf Jahns Stiftung geförderten Volontariats, das 2018 an die Kunsthalle zu Kiel vergeben wurde.

Richard Paul Lohse, Vier verschränkte Farbgruppen, 1952/1969 © Kunsthalle zu Kiel, Foto: Martin Frommhagen © VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Richard Paul Lohse, Vier verschränkte Farbgruppen, 1952/1969 © Kunsthalle zu Kiel, Foto: Martin Frommhagen © VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Geometrie und Gestik: Abstrakte Kunst aus der Sammlung

20. Juli bis 1. September 2019

Unter dem Titel „Geometrie und Gestik: Abstrakte Kunst aus der Sammlung“ präsentiert die Kunsthalle vom 20. Juli bis 1. September 2019 ein neues Themenfeld in der aktuellen Sammlungspräsentation „Streifzüge durch die Sammlung – von Expressionismus bis Liebe“.

Im Sonderausstellungsbereich werden rund 15 abstrakte Werke (darunter Gemälde, Skulpturen und Objekte) aus eigenem Bestand gezeigt. Die beiden großen Richtungen der ungegenständlichen Kunst nach 1945 – die geometrische und gestische Abstraktion – bilden einen bedeutenden Sammlungsschwerpunkt.

Lotte Laserstein, Abend über Potsdam, 1930 Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, erworben mit Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland, der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin, der Kulturstiftung der Länder, der Ernst von Siemens Kulturstiftung und anderer Bild: bpk/ Nationalgalerie, SMB/ Roman März © VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Lotte Laserstein, Abend über Potsdam, 1930 Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, erworben mit Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland, der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin, der Kulturstiftung der Länder, der Ernst von Siemens Kulturstiftung und anderer Bild: bpk/ Nationalgalerie, SMB/ Roman März © VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht

21. September 2019 bis 19. Januar 2020

Nach dem Frankfurter Städel und der Berlinischen Galerie zeigt die Kunsthalle zu Kiel im Herbst die umfassende Ausstellung über Lotte Laserstein, die als eine Wiederentdeckung der letzten Jahre gilt. Der Fokus liegt auch in der Kieler Station der Ausstellung auf Lasersteins Berliner Jahren zur Zeit der Weimarer Republik und wird zudem die Emigration der Künstlerin nach Schweden thematisieren. Neben der wohl bekanntesten Arbeit „Abend über Potsdam“ (1930) werden insbesondere ihre Selbstdarstellungen, subtilen Portraits und Aktbilder mit dem für Laserstein so typischen Blick zu sehen sein.

Die deutsch-schwedische Malerin Lotte Laserstein (1898-1993) gilt als bedeutende Vertreterin der gegenständlichen Malerei der Weimarer Republik. Sie gehört zu der ersten Generation von Künstlerinnen, die sich 1921 an der Berliner Hochschule für Bildende Künste einschreibt und entwickelt sich schnell zu einer erfolgreichen Bildnismalerin. Aufgrund ihrer jüdischen Wurzeln verschlechtern sich ihre Arbeitsbedingungen durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten. 1937 emigriert sie schließlich nach Schweden, wo sie sich eine neue Existenz als Künstlerin aufbaut und große öffentliche Anerkennung erfährt.

Eine Ausstellung des Städel Museums, Frankfurt am Main, in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle zu Kiel.