Ausstellungen

Rückblick

Vergangene Ausstellungen 2004–2005

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Christian Rohlf
Die Begegnung mit der Moderne

10.12.2005–17.04.2006

Der 1849 in Niendorf/Holstein geborene Christian Rohlfs gilt als bedeutender deutscher Maler der klassischen Moderne. Das erste Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts, das Kernthema des Ausstellungsprojekts ist, zeigt den mehr als 50-jährigen Rohlfs in Auseinandersetzung mit Künstlern und Kunstrichtungen, die der modernen Kunst Impulse gegeben haben: vom Neoimpressionismus über Vincent van Gogh und Edvard Munch bis hin zu Abstraktionstendenzen. Die Ausstellung präsentiert hochkarätige Werkvergleiche.

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Hans-Peter Feldmann
10.12.2005–19.03.2006

Eine Ausstellung der Kunsthalle zu Kiel in der Antikensammlung. Die antike Kunst ist wesentlich von der Idealisierung der menschlichen Figur geprägt. Hans-Peter Feldmanns Kunst, die heute in einem Atemzug mit der von Sigmar Polke oder Gerhard Richter genannt wird, hinterfragt jegliche Idealisierung. Sie taucht die vorgefundenen Dinge des Alltags, die triviale Welt bis hin zu Amateurfotos, Spielzeug und Nippes in ein poetisches, persönliches Licht. Feldmanns kolorierte Kopien nach antiken Vorbildern wie Polyklets 'Doryphoros' oder seine Verwendung billiger Repliken von Michelangelos 'David' widersprechen mit sublimem Humor dem klassischen Kunstgeschmack. Seine Werke untergraben die hohe Kunst, um nach unserem Umgang mit den Dingen zu fragen.

Schattenspiel
Schatten und Licht in der zeitgenössischen Kunst
Eine Hommage an Hans Christian Andersen

17.09.2005–27.11.2005

Literarischer Ausgangs- und Anknüpfungspunkt dieser umfangreichen Ausstellung mit Werken des 20. Jahrhunderts ist Hans Christian Andersens berühmtes Kunstmärchen 'Der Schatten' von 1846/47. Anlässlich des 200-jährigen Geburtstags des dänischen Schriftstellers werden bedeutende künstlerische Positionen von Andy Warhol über Christian Boltanski bis zu Kara Walker das Thema 'Der Schatten' facettenreich interpretieren.
 

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SEE history 2005
Der private Blick

02.07.2005–Juli 2006

Renommierte deutsche Kunstsammler präsentieren für ein Jahr die Sammlung der Kunsthalle zu Kiel. Mit dem Auge des Kunstliebhabers ordnen sie die Museumsbestände nach ihren Vorstellungen und ergänzen sie mit Leihgaben aus der eigenen Sammlung. Mit dabei sind Christian Boros, Christian Dräger, Harald Falckenberg, Volker Feierabend, Thomas Grässlin, F.C. Gundlach, Axel Haubrok, Erika Hoffmann, Paul Maenz, Rik Sören Reinking, Wilhelm Schürmann, Elisabeth und Gerhard Sohst, Reiner Speck, Ivo Wessel und Wolfgang Wittrock.

Die Kopenhagener Schule
28.05.2005–28.08.2005

Meisterwerke dänischer und deutscher Malerei  von 1770 bis 1850. Die groß angelegte Ausstellung mit zahlreichen Leihgaben u.a. von Caspar David Friedrich, Philipp Otto Runge und Johan Christian Dahl zeigt auf, wie sich an der Kopenhagener Akademie um 1800 eine eigenständige dänische Kunst herausgebildet hat, die die Kunst Schleswig-Holsteins und Hamburgs nachhaltig prägte, aber auch nach Deutschland insgesamt und bis nach Rom wirkte.

Shanghai Modern. 1919–1945
26.02.2005–16.05.2005

Die Kunsthalle zu Kiel zeigt zum Auftakt ihres 150-jährigen Jubiläums die Ausstellung Shanghai Modern. Die Ausstellung basiert auf einer Zusammenarbeit mit dem Museum Villa Stuck in München. Mit 250 Exponaten aus den 1920er und 1930er Jahren wird die Geburt der Moderne in der schillernden Metropole Shanghai umfassend vorgestellt. Ein vielfältiges Programm und ein Ausblick auf das aktuelle Kunstgeschehen Shanghais runden die Ausstellung ab.
 

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No Money
30.10.2004–13.02.2005

Eine der einflussreichen gesellschaftlichen 'Fiktionen' ist das Geld. Aller Wert der Dinge, wie auch der Kunst, wird in Währungen beziffert. Künstler sehen sich immer wieder mit der Perspektive konfrontiert, ohne Geld, quasi besitzlos im Leben zu stehen und ihr Werk entsprechend zu entwickeln. Die 'geldgläubige' (kapitalistische) Lebensform wird in der Ausstellung 'No Money' in Installationen auf poetische und irritierend-romantische Weise hinterfragt.

Friederike Clever
Eine Ausstellung in der Antikensammlung

30.10.2004–13.02.2005

In dieser zweiten Zusammenarbeit der Kunsthalle mit der Antikensammlung wird die Berliner Künstlerin Friederike Clever Werke ausstellen, die unter anderem in Zusammenhang mit archäologischen Ausgrabungen des Deutschen Archäologischen Instituts in Vietnam im Jahr 2000 entstanden sind. Ihre Bilder gleichen gemalten Erkundigungen, die die Projektionshaftigkeit, mit der wir fremde Kulturen kennen lernen, reflektieren.

Candida Höfer
24.07.2004–17.10.2004

Fotografien der tschechischen Botschaft in Berlin anlässlich des Schleswig-Holsteinischen Musikfestivals.

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SEE history 2004
Der demokratische Blick

23.07.2004–Juli 2005

Was passiert im Rücken der Kuratoren oder des Museumsdirektors? Wie sehen die Angestellten, wie die Mitarbeiter ihr Museum, in das sie täglich ein- und austreten? Was nehmen sie an der dort präsentierten Kunst wahr? Wie wünscht sich der Werkstattleiter sein Museum? Wie gestaltete die Reinigungskraft ihren Raum, wenn sie nur dürfte? Den Angestellten und Mitarbeitern wird je einer der zwanzig Räume des Museums zur Konzeption in ihrem Sinn und nach ihrem subjektiven Geschmack übertragen.

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Porträt ohne Antlitz
Abstrakte Strategien in der Bildniskunst

23.07.2004–17.10.2004

Was ist ein Porträt? Wie lässt sich Individualität im Bild erfassen? Welche Funktionen hat das Bildnis heute? Verpflichtet es zur authentischen Naturnachahmung oder lässt es Raum für eine subjektive Vision oder ein künstlerisches Konzept jenseits mimetischer oder verfremdender Abbildung? In der Ausstellung werden Werke gezeigt, die mit der figurativen Tradition der Gattung brechen oder aber die Darstellbarkeit des Individuums und seiner Identität auf den Prüfstand stellen.

Logo des Video Club 99 der Hamburger Kunsthalle
Logo des Video Club 99 der Hamburger Kunsthalle

Weiße Nächte Kiel Oben
30.06.2004–04.07.2004

Weiße Nächte Kiel Oben: VIDEO Club 99 der Hamburger Kunsthalle zu Gast in der Kunsthalle zu Kiel. In Kooperation mit der Muthesius Hochschule Kiel. Teile der Hamburger Videosammlung werden im Kontext der Kieler Bestände gezeigt. Das Programm, das Videokunst in den Dialog mit traditionellen Kunstgattungen stellt, gliedert sich nach der Abfolge der Bahnstationen zwischen Hamburg und Kiel: Hamburg - Schrecken der Situation Pinneberg - Die andere Seite Elsmhorn - Synaptischer Spalt Neumünster - Eimer und Dosen Bordesholm - Der entfernte Zwilling Kiel – Oben

 

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Two and One
Druckgrafik in Deutschland 1945–1990

02.05.2004–27.06.2004

Renaissance – Weimarer Republik – Geteiltes Deutschland: Die Ausstellung „Two and One. Druckgrafik in Deutschland 1945-1990“ bietet einen repräsentativen Überblick über die überaus vielfältigen Ausprägungen druckgraphischen Arbeitens in einer entscheidenden Periode deutscher Kunst: der Zeit der deutschen Teilung. Erstmals werden die spezifischen Entwicklungen westdeutscher Künstler gemeinsam mit denen ihrer ostdeutschen Kollegen gezeigt, Praktiken, technische Innovationen und Inhalte gegenübergestellt.

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Das wahre Gesicht unserer Zeit
Die neue Sachlichkeit

02.05.2004–27.06.2004

Renaissance - Weimarer Republik - Geteiltes Deutschland: Die Neue Sachlichkeit reflektiert die ästhetische und gesellschaftliche Realität in der Weimarer Republik. In der Widersprüchlichkeit im Umgang mit politischen und stilistischen Fragen zeigt sich die Modernität dieser Bewegung. Überscharf ist der Blick der Künstler auf ihre Welt, sowohl in der unbarmherzigen Karikatur der Verhältnisse, als auch in idealisierten Darstellungen, deren erstarrte Oberflächen verbergen sollen, dass eine zeitlose Klassizität nicht länger erreicht werden kann.

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Augenkitzel
Barocke Meisterwerke und die Kunst des Informel

24.01.2004–12.04.2004

Die Ausstellung offenbart erstmals die tiefgreifende Beziehung zwischen dem deutschen Informel und dem internationalen Barock. Durch die Gegenüberstellung barocker und informeller Bilder werden die verschiedenen formalen und inhaltlichen Bezüge dieser beiden Kunstströmungen aufgezeigt. Die Künstler des deutschen Informel haben uns nicht verschwiegen, was sie faszinierte. Welch wichtige Rolle der Barock oder sogar ein spezifisches Barockbild für sie einnimmt, wird zuweilen bereits im Werktitel deutlich – 'Barocke Erinnerung' bei Heinz Kreutz, Fuge im barocken Stil bei Thomas Grochowiak, Abschied von Rembrandt bei Winfred Gaul. Die Auseinandersetzung mit der Malerei des Barock wird unmittelbar greifbar, wenn etwa Hans Platschek das Gemälde Helene Fourment einen Handschuh anziehend von Peter Paul Rubens (um 1630/31) als Bezugspunkt eines seiner Gemälde benennt oder wenn Hann Trier eine Hommage an Gian Lorenzo Berninis Skulpturengruppe Pluto entführt Proserpina (um 1621/22) malt. Es gilt, die Darstellung anhand der bildnerischen Oberfläche zu erleben. Pinselduktus und Materialauftrag spiegeln das künstlerische Vorgehen. Formen beginnen sich im Malprozess aufzulösen, und damit änderte sich auch die Bildauffassung.

Das wirkt sehr modern, bezieht sich aber auf barocke Gemälde. So kann es nicht verwundern, dass die offenen, aus der Materie hervorgegangenen Bildstrukturen barocker Meisterwerke die informellen Künstler tief beeindruckten. In ihren formlosen Strukturen entfalten sich unterschiedliche Bewegungsläufe, die eine Vorformulierung bereits in barocken Meisterwerken gefunden haben: das Aufgewühlt-Kreisende, das Stürzende oder das Aufstrebende. Der Gang durch die Ausstellungsräume wird zum Erlebnis und ermöglicht überraschende Erkenntnisse über den epochenübergreifenden Charakter von Malerei.

Die Ausstellung Augenkitzel wird unterstützt von der HSH Nordbank AG und der Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius.