Ausstellungen

Rückblick

Vergangene Ausstellungen 2016-2017

Anita Albus, Die Kunst zu sehen, Ausstellungsansicht Kunsthalle zu Kiel, Foto: Helmut Kunde ©Anita Albus/Karl-Walter Breitling und Charlotte Breitling-Stiftung
Anita Albus, Die Kunst zu sehen, Ausstellungsansicht Kunsthalle zu Kiel, Foto: Helmut Kunde ©Anita Albus/Karl-Walter Breitling und Charlotte Breitling-Stiftung

Anita Albus - Die Kunst zu sehen
20. Mai 2017 bis 22. Oktober 2017

Die Ausstellung widmet sich dem Werk der in München und im Burgund lebenden Künstlerin und Autorin Anita Albus (*1942 in München). Anlass ist der Erwerb von insgesamt 63 Werken Anita Albus‘ durch die Karl˗Walter Breitling und Charlotte Breitling˗Stiftung für die Sammlung der Kunsthalle zu Kiel im Jahr 2016. Bis auf wenige Ausnahmen sind sämtliche bis 2004 entstandenen Werke als Konvolut zum Verbleib in der Kunsthalle zu Kiel bestimmt.
Das künstlerische Schaffen von Anita Albus ist ein widerständiger Solitär in der Gegenwartskunst: Die Künstlerin bannt ihre Motive mit äußerster Präzision und Detailgenauigkeit auf der Basis selbst hergestellter Farben und mittels eines exakten, geschichteten Farbauftrags auf den Malgrund. Anita Albus schafft so Bilder von intensiver Leuchtkraft und augentäuschender Genauigkeit. Ihre Werke entstehen in monate˗ zum Teil jahrelangen Prozessen, deren Präzision nur vor dem Original und oft nur mit einer Lupe nachvollzogen werden kann. Niederländische Malerei – Miniaturen und Stillleben – beispielsweise von Jan van Eyck und Rogier van der Weyden hat Anita Albus in jeder Hinsicht auf das Genaueste studiert.

In ihren eigenen Bildern finden sich immer wieder Anklänge an die künstlerische sowie technische Präzision der Werke von Künstlern wie Joris Hoefnagel, Otto Marseus von Schrieck oder Maria-Sibylla Merian. Die künstlerischen Werke von Anita Albus stehen im engen Zusammenhang mit ihren natur- und kunsthistorischen Forschungen und Schriften. Davon zeugen beispielsweise die publizierten Werkserien „Das botanische Schauspiel. Vierundzwanzig Blumen nach dem Leben gemalt und beschrieben“ (2007) und „Von seltenen Vögeln“ (2005). Untersuchungen zu Flora und Fauna sind verschränkt mit der Geschichte der Naturwissenschaften, der Kunst und mit dem Wissen um künstlerische Techniken („Die Kunst der Künste. Erinnerungen an die Malerei“ (1999). Neben Pflanzen- und Tierdarstellungen gehören zum Werk der Künstlerin auch fantastische, verschachtelte Bildwelten und Miniaturen, wie Anita Albus sie beispielsweise in ihren Kinderbüchern publiziert hat („Der Himmel ist mein Hut, die Erde ist mein Schuh“, (1973) sowie „Der Garten der Lieder“, (1974).
Anita Albus ist für ihre literarischen und künstlerischen Werke vielfach ausgezeichnet worden. Sie erhielt das Bundesverdienstkreuz (2001), den Ordre des Arts et des Lettres (2009) sowie 2014 den Bayerischen Maximiliansorden für Kunst und Wissenschaft.

Ausstellungsansicht, Von Angst bis Wollen. Ludger Gerdes, "Nie" (1991) Foto: Kunsthalle zu Kiel, Helmut Kunde
Ausstellungsansicht, Von Angst bis Wollen. Ludger Gerdes, "Nie" (1991) Foto: Kunsthalle zu Kiel, Helmut Kunde

Von Angst bis Wollen. Ludger Gerdes
11. Februar 2017 bis 30. April 2017

Mit der Ausstellung „Von Angst bis Wollen. Ludger Gerdes“ widmet die Kunsthalle zu Kiel dem Künstler Ludger Gerdes (1954-2008) rund zehn Jahre nach seinem frühen Tod die erste Retrospektive. Skulpturen, Installationen, Gemälde, Papierarbeiten wie auch Fotoarbeiten und Diaprojektionen geben einen lebendigen Einblick in Ludger Gerdes‘ komplexes und vielfältiges Gesamtwerk. Seine künstlerischen Anfänge Ende der 1970er Jahre werden ebenso gezeigt wie das skulpturale Hauptwerk der 1980er Jahre und die fast noch unbekannten Fotoarbeiten, die nach 2003 entstanden. Ausstellung und begleitender Katalog tragen zur Wiederentdeckung einer der zentralen
künstlerischen Positionen aus der jüngeren Kunstgeschichte bei, die die deutsche Kunstlandschaft der 1980er Jahre wesentlich mitgeprägt hat. In seinen letzten Jahren hatte Gerdes in Kiel eine Professur inne. Das Projekt ist eine Kooperation mit der Stiftung Kunstfonds - Archiv für Künstlernachlässe und mit den Kunstmuseen Krefeld. Zur Ausstellung erscheint im Verlag für moderne Kunst eine Publikation, die über die Ausstellung hinaus das Oeuvre von Ludger Gerdes in seiner Vielfalt und Breite vorstellt.
 

Käthe Kollwitz, „Selbstbildnis“, 1924 Lithographie © Kunsthalle zu Kiel, Foto: Sönke Ehlert
Käthe Kollwitz, „Selbstbildnis“, 1924 Lithographie © Kunsthalle zu Kiel, Foto: Sönke Ehlert

Käthe Kollwitz: Ich will wirken
19. November 2016 bis 5. März 2017

Die Graphische Sammlung zeigt zum Jahreswechsel 2016/17 mit Käthe Kollwitz (1867-1945) eine zentrale deutsche Künstlerin des 20. Jahrhunderts. Ihr Werk, in dem sie zu einem sehr eigenen Stil findet, zeigt die sozialen Missstände ihrer Zeit, Armut, Tod und Trauer und ist stark von persönlichen Erlebnissen geprägt.

Die Graphische Sammlung zeigt zentrale Graphikfolgen der Künstlerin wie Ein Weberaufstand (1893-97), der Kollwitz die Anerkennung als Künstlerin brachte, Bauernkrieg (1902/03-1908) und Sieben Holzschnitte zum Krieg (1922/23). Auch Hauptwerke wie Frau mit totem Kind, 1903 oder Helft Russland, 1921 und die eindrücklichen Selbstbildnisse gehören zu den Beständen der Sammlung und werden Teil der Ausstellung sein.

Christian Rohlfs, „Der Prophet“ 1917, Öl auf Leinwand, 110,5 x 61,5 cm © Kunsthalle zu Kiel, Foto: Martin Frommhagen
Christian Rohlfs, „Der Prophet“ 1917, Öl auf Leinwand, 110,5 x 61,5 cm © Kunsthalle zu Kiel, Foto: Martin Frommhagen

Gott und die Welt
Vom sakralen zum autonomen Bild 1871-1918

30. Oktober 2016 bis 29. Januar 2017

In einer entscheidenden Phase der Moderne, im Kontext der Avantgardebewegungen, weicht die abendländische Tradition des christlich motivierten Werkes durch ineinandergreifende, oft auch nur nebeneinander herlaufende Stränge der künstlerischen Autonomie. Zunehmend bestimmen neue Ausdrucksformen das bildnerische Experiment. Die persönliche Haltung, die eigene Idee, das Material, die Form und die Farbe zeichnen das Werk des autonomen Künstlers aus – jenseits oder nur berührt von tradierten Themen und Motiven. Die politisch definierte Zeitspanne der Existenz des Deutschen Reiches gibt den Rahmen vor, innerhalb dessen sakrale, spirituelle und transzendente Bildbegriffe verhandelt werden. Beide, die geistlichen wie die politischen Aspekte, berühren sich und stoßen sich gleichermaßen ab im Deutschen Reich. Ihre Dynamiken tragen wesentlich zum Entstehen der klassischen Moderne bei.

 

Peter Cornelius, „Faust und Wagner unter den Spaziergängern vor dem Tore [Osterspaziergang]“ aus der Folge von 12 Blättern „Bilder zu Goethe’s Faust“, 1816, Kupferstich © Kunsthalle zu Kiel, Foto: Sönke Ehlert
Peter Cornelius, „Faust und Wagner unter den Spaziergängern vor dem Tore [Osterspaziergang]“ aus der Folge von 12 Blättern „Bilder zu Goethe’s Faust“, 1816, Kupferstich © Kunsthalle zu Kiel, Foto: Sönke Ehlert

Faust fürs Auge. Illustrationen zu Goethes Meisterwerk
16. Juli 2016 bis 6. November 2016
 
Goethes Faust gilt als bedeutendstes Werk der deutschen Literatur. Immer wieder haben Künstler sich mit dieser berühmten Tragödie auseinandergesetzt. So auch Peter Cornelius in seinen von Goethe hoch gelobten Zeichnungen, die vor genau 200 Jahren, 1816, als Kupferstichfolge erschienen. Die Graphische Sammlung präsentiert diese eindrucksvollen Blätter gemeinsam mit Illustrationen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts aus ihren Beständen.

Künstler: Peter Cornelius, Georg Kolbe, Moritz Retzsch, Ferdinand Ruscheweyh, Julius Thaeter, u.a.

Raffael Rheinsberg, „Gebrochen Deutsch“, Zerbrochene Straßenschilder aus Ost-Berlin, ca. 1770 Teil, © Kunsthalle zu Kiel, Foto: Martin Frommhagen
Raffael Rheinsberg, „Gebrochen Deutsch“, Zerbrochene Straßenschilder aus Ost-Berlin, ca. 1770 Teil, © Kunsthalle zu Kiel, Foto: Martin Frommhagen

Emeka Ogboh – Song of the Germans
Gast der Sammlungspräsentation "Gebrochen Deutsch"

9. Juli – 11. September 2016

Emeka Ogbohs akustische Installation The Song of the Germans entstand 2015 für die Biennale in Venedig. Das Werk ist von der Sammlung Zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland angekauft worden und wird im Sommer 2016 in der Kunsthalle zu Kiel zu erleben sein: In 10 indigenen Sprachen des afrikanischen Kontinents erklingt die deutsche Nationalhymne, einzelne Stimmen schwellen immer wieder zu einem Chor an. Die Sammlungspräsentation wird sich, ausgehend von Ogbohs Werk, mit der Frage von kollektiver Identitätsbildung beschäftigen und neben anderen die raumgreifende Installation Gebrochen Deutsch von Raffael Rheinsberg präsentieren. Die gebrochenen Straßenschilder, als geborstener Teppich auf dem Boden liegend, regen gemeinsam mit dem Titel zum Nachdenken über historisch-politische Zusammenhänge, gesellschaftliche Prozesse und die Idee der Nation an.

Die Künstler
Joseph Beuys, Thorsten Brinkmann, Jiři Georg Dokoupil, Achim Duchow, Harald Duwe, Gerhard Hoehme, Carsten Höller, Karl Hofer, Jörg Immendorff, Irwin, Marcel Odenbach, Emeka Ogboh, Sigmar Polke, Franz Radziwill, Raffael Rheinsberg, Daniel Richter, Wolf Vostell, Michael Wesely, Dorothee von Windheim

Miriam Cahn, "beschuss", 30.11.2008 Öl auf Leinwand, 190 x 270 cm © Miriam Cahn, Courtesy Meyer Riegger, Foto: Kunsthalle zu Kiel Helmut Kunde
Miriam Cahn, "beschuss", 30.11.2008 Öl auf Leinwand, 190 x 270 cm © Miriam Cahn, Courtesy Meyer Riegger, Foto: Kunsthalle zu Kiel Helmut Kunde

miriam cahn – AUF AUGENHÖHE
12. März – 24. Juli 2016

Miriam Cahn (geboren 1949 in Basel) ist eine der zentralen Künstlerinnen der Gegenwart. Existentielle Fragen zum Menschsein, zum Frausein, zu Körperlichkeit und Selbstbestimmtheit überführt Miriam Cahn ebenso wie die Bewegung gegen Atomkraft und jüngst die Flüchtlingsströme in figurative Bilder und Räume von zwingender Kraft. Die Künstlerin schafft in ihren zum Teil sehr großformatigen, performativ entstandenen Zeichnungen der 1970er und frühen 1980er Jahre, später in farbgewaltigen Aquarellen und Gemälden, Werke von kompromissloser Eindringlichkeit und großer Poesie zu elementaren und akuten Bedingungen des Daseins.

AUF AUGENHÖHE zeigt rund 130 Werke aus allen Schaffensphasen von den 1970er Jahren bis in die Gegenwart. Miriam Cahn arbeitet in zahlreichen Gattungen: Kreidezeichnung, Gemälde, Text, Performance, Plastik und Skulptur sowie Film.

Gattungen, Stile und Entstehungsjahre mischen sich und lassen die Ausstellung in Gänze zu einem zeitlich begrenzt sichtbaren Bild werden. Miriam Cahn zeigt, was es künstlerisch bedeuten kann, sich selbst, dem anderen und der Welt AUF AUGENHÖHE zu begegnen.

Wir danken der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia für die Förderung dieser Ausstellung.

Zur Ausstellung erscheint am 14. April 2016 ein Katalog:
Herausgeber: Anette Hüsch
Texte: Miriam Cahn, Anette Hüsch
112 Seiten, ISBN 978-3-937208-48-0
14,90 Euro (Deutsch/Englisch)

Muthesius Preis für Kunst, Raum und Design
18. – 26. Juni 2016

Eine Woche Ausstellung begleitet von Führungen, Workshops und Einblicken in die kreativen Prozesse der Hochschule - ausgezeichnete Absolventinnen und Absolventen der Muthesius Kunsthochschule zeigen und kommentieren ihre innovativen gestalterischen und künstlerischen Werke.

Thomas Judisch, „Venus von Medici“, 2015, Gips, Holz, Foto: Thomas Judisch
Thomas Judisch, „Venus von Medici“, 2015, Gips, Holz, Foto: Thomas Judisch

Thomas Judisch
Heute war gestern – Zwischen Freizeitkult und Hochkultur
23. April bis 26. Juni 2016

Heute war gestern - Zwischen Freizeitkult und Hochkultur setzt sich mit dem überlieferten Bild der antiken Figur auseinander. Im Kontext der Antikensammlung gilt das besondere Augenmerk des Künstlers Sockeln und Stützen berühmter Skulpturen wie der Kapitolinischen Venus oder dem Apoll von Belvedere. Als funktionale Notwendigkeit betrachtet, finden diese Hilfsmittel im allgemeinen Bewusstsein kaum Beachtung. Die Form, jeweils ihrer Funktionalität enthoben, wird ohne die Figur, die sie ursprünglich stützte, selbst zum Werk. Das neue Objekt als Wiedergänger einer alten Form übernimmt damit die Hauptrolle in der Frage danach, was Kunst ist, welche Rolle die Formensprache und die Funktion in diesem Kontext spielen. Damit richtet Thomas Judisch den Blick auch darauf, inwiefern unsere Sehgewohnheiten durch Konventionen geprägt sind.

 

 

Marlene Dumas, "The Teacher (Sub B)", 1987, Öl auf Leinwand, 160 x 200 cm © Marlene Dumas, Foto: Kunsthalle zu Kiel, Martin Frommhagen
Marlene Dumas, "The Teacher (Sub B)", 1987, Öl auf Leinwand, 160 x 200 cm © Marlene Dumas, Foto: Kunsthalle zu Kiel, Martin Frommhagen

Zeitgenossen
Dumas, Doig und die anderen

12. Februar – 5. Juni 2016

Begleitend zu der Sonderausstellung miriam cahn - AUF AUGENHÖHE (12. März - 24. Juli 2016), die eine der bedeutendsten Schweizer Künstlerinnen vorstellt, widmet sich die Sammlungspräsentation ihrem künstlerischen und zeitlichen Umfeld. Dazu gehören Werke von Marlene Dumas, Corinne Wasmuht, Franz Ackermann, aber auch Gerhard Richter, Daniel Richter, Georg Baselitz sowie Per Kirkeby. Zudem werden Werke von Nan Hoover und Marcel Odenbach Bestandteil dieser Ausstellung sein, ebenso ein Gemälde von Miriam Cahn, das der Stifterkreis der Kunsthalle 2015 erworben hat.

Alle beteiligten Künstler und Künstlerinnen
Arman, Armando, Miriam Cahn, Peter Doig, Marlene Dumas, Ulrich Erben, Katharina Grosse, Nan Hoover, Axel Hütte, Olav Christopher Jenssen, Sven Johne, Per Kirkeby, Richard Paul Lohse, Bridget Riley, Daniel Richter, Dieter Roth, Jörg Sasse, Hubert Scheibl, Andreas Slominski, Corinne Wasmuht

Antonio Tempesta, „Römerschlacht“, um 1610 Feder in Braun, braun laviert, schwarze Kreide @ Kunsthalle zu Kiel, Foto: Sönke Ehlert (Detail)
Antonio Tempesta, „Römerschlacht“, um 1610 Feder in Braun, braun laviert, schwarze Kreide @ Kunsthalle zu Kiel, Foto: Sönke Ehlert (Detail)

Furios virtuos. Italienische Handzeichnungen des 16. bis 18. Jahrhunderts
31. Oktober 2015 – 13. März 2016

Italienische Zeichnungen des 16. bis 18. Jahrhunderts gelten als Inbegriff des Künstlerischen schlechthin. Der virtuose Strich, die souveräne Komposition, vielleicht die erste Idee für ein großes Meisterwerk – die Zeichnung ist Zeugnis künstlerischer Unmittelbarkeit, die eine Idee auf das Papier bringt und einem Kunstwerk erstmals Form verleiht. Nirgends ist dieser Prozess anmutiger und vollendeter zu verfolgen als in den italienischen Zeichnungen der Renaissance und des Barock. Die Werke, die sich überwiegend religiösen Themen, aber auch mythologischen Sujets und historischen Ereignissen widmen, lassen die Bewegung der zeichnenden Hand auch heute noch über die oft furiose Strichführung nachvollziehbar werden.Die Kunsthalle zu Kiel zeigt erstmals eine Auswahl von rund 40 meisterlichen Zeichnungen aus der Graphischen Sammlung der Kunsthalle, darunter Werke von Paolo Anesi, Giovanni Baglione, Giovanni Francesco Barbieri gen. Il Guercino, Simone Cantarini, Giovanni Francesco Grimaldi, Elisabetta Sirani, Francesco Solimena, Antonio Tempesta und Pietro Testa.