Ausstellung

Rückblick

Vergangene Ausstellungen 2018-2019

Pablo Picasso, Ruhender Bildhauer l, Suite Vollard 2.4.1933, Kunstmuseum Pablo Picasso Münster © Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Pablo Picasso, Ruhender Bildhauer l, Suite Vollard 2.4.1933, Kunstmuseum Pablo Picasso Münster © Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Universum Picasso: Die Suite Vollard

23. März bis 30. Juni 2019

Mit der Ausstellung Universum Picasso: Die Suite Vollard zeigt die Kunsthalle erstmals seit 1973 eine Einzelpräsentation des Künstlers in Kiel.
Picassos berühmte Grafikfolge Suite Vollard umfasst 100 Blätter und ist auf Anregung des Pariser Kunsthändlers und Verlegers Ambroise Vollard in den Jahren 1930 bis 1937 entstanden. Sie behandelt zentrale Themen für Picassos künstlerische Existenz wie die Beziehung von Modell, Künstler und Werk, die Beziehung von Mann und Frau oder den Mythos des Minotaurus. Damit ist sie ein Schlüsselwerk zum Verständnis von Picassos Œuvre. Die Kunsthalle zeigt einen der wenigen vollständigen Sätze der Grafikfolge weltweit.

Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Pablo Picasso Münster entstanden.

Mit freundlicher Unterstützung der Provinzial Nord Brandkasse AG.

Franz Gertsch, Luciano und Cornelia, 1974 © Sprengel Museum Hannover, Foto: Michael Herling, Aline Herling, Sprengel Museum Hannover
Franz Gertsch, Luciano und Cornelia, 1974 © Sprengel Museum Hannover, Foto: Michael Herling, Aline Herling, Sprengel Museum Hannover
Franz Gertsch. Bilder sind meine Biografie

18. November 2018 bis 24. Februar 2019

Auf unverwechselbare Weise arbeitet Franz Gertsch in seinen Werken mit Nahsichtigkeit und Fernwirkung, Abstraktion und Gegenständlichkeit. Die Ausstellung in der Kunsthalle zu Kiel ist in enger Zusammenarbeit mit Franz Gertsch entstanden und macht wichtige Stationen und wiederkehrende Themen entlang ausgewählter Werke von 1961 bis in die jüngste Gegenwart erfahrbar. Bilder sind meine Biografie zeigt monumentale Porträts, Gruppenbilder, überdimensionale Naturdetails sowie Landschaften und kleinformatige Aquarelle aus rund 60 Jahren künstlerischen Schaffens. Die Ausstellung vermittelt die ebenso eigenwillige wie enge Verbindung von Kunst und Leben bei Franz Gertsch. Durch die Größe der Gemälde und Holzschnitte in Relation zur eigenen Körpergröße bietet die Ausstellung ein außergewöhnliches Seherlebnis. Sein jüngstes Gemälde „Grosse Pestwurz“ malte Franz Gertsch rechtzeitig für die Schau in der Kunsthalle zu Kiel fertig und präsentiert es im Rahmen der Ausstellung erstmals der Öffentlichkeit. Franz Gertsch, geboren 1930 in der Schweiz, ist seit 2005 Ehrenbürger der Christian-Albrechts-Universität. Zur Sammlung der Kunsthalle zu Kiel gehören wichtige Werke des Künstlers.

Gefördert durch:
Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia
Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein
 

Francisco de Goya (1746-1828), „Dummkopftorheit“ aus der Folge „Los Disparates“, um 1815-1824, Radierung, Aquatinta © Kunsthalle zu Kiel, Foto: Sönke Ehlert
Francisco de Goya (1746-1828), „Dummkopftorheit“ aus der Folge „Los Disparates“, um 1815-1824, Radierung, Aquatinta © Kunsthalle zu Kiel, Foto: Sönke Ehlert
Goya. Grafische Meisterblätter

15. September 2018 bis 13. Januar 2019

Das grafische Werk von Francisco de Goya (1746-1828) zählt zu den bedeutendsten der Kunstgeschichte. Die Kunsthalle zeigt aus eigenem Bestand ausgewählte Blätter zweier berühmter Serien: den 1815/16 entstandenen Stierkampfszenen (Tauromaquia) und den Torheiten (Los Disparates) von 1815-1824. In der Zusammenschau dieser beiden Grafikfolgen vermitteln sich eindrucksvoll die Weltsicht und die Stilmittel eines Künstlers, der seine Zeitgenossen sehr genau beobachtete, ihre Eitelkeiten und Schwächen. Goyas zentrale Themen in diesen beiden Serien sind die Absurdität des Daseins und gesellschaftliche Missstände, aber auch Grausamkeit, Angst, Verzweiflung und Tod. Der Künstler setzt sich mit Grenzerfahrungen des menschlichen Seins auseinander und lotet dabei auch künstlerisch-technisch die Grenzen des Darstellbaren aus.

Cao Fei, La Town: White Street, 2014, Inkjet print, 120×80cm © Courtesy of artist and Vitamin Creative Space
Cao Fei, La Town: White Street, 2014, Inkjet print, 120×80cm © Courtesy of artist and Vitamin Creative Space
globalocal – Sammlungspräsentation mit den Gästen Cao Fei, Hiwa K und Mika Rottenberg

24. Februar 2018 bis 13. Januar 2019

Die ausgesprochen jungen Video-Arbeiten der Gäste haben zuerst auf internationalen Kunstschauen wie der Biennale von Venedig oder der documenta für Aufsehen gesorgt. Reich an Bezügen illustrieren sie auf eindrucksvolle Weise das für das derzeitige globale Kunstgeschehen charakteristische Überschreiten von herkömmlichen nationalkulturellen Grenzziehungen. In Kiel dienen Hiwa Ks „View from Above“ (2017), Cao Feis „La Town (2014), und Mika Rottenbergs „Minus Yiwu“ (2017) als assoziative Ausgangs- und lose Bezugspunkte. Sie erlauben eine um globale Tendenzen geschärfte Neuerschließung des lokalen Bestandes. Die Ausstellung zeigt 61 Werke der Malerei, Skulptur, Video-Kunst und Fotografie von insgesamt 40 Künstlerinnen und Künstlern.

Aus den Sammlungen der Kunsthalle
Peter Doig, Marlene Dumas, Isa Genzken, Nam June Paik, Tal R, Daniel Richter, Gerhard Richter, Pipilotti Rist und viele andere

Muthesius Preis 2018
Muthesius Preis 2018
Muthesius Preis für Kunst, Raum und Design

29. September 2018 bis 28. Oktober 2018

Alle zwei Jahre verleiht die Muthesius Gesellschaft den Muthesius Preis in den Kategorien Bildende Kunst sowie Design und Raumstrategien. Gefördert werden innovative, die Grenzen der Fachbereiche überschreitende Arbeiten. Der Wettbewerb richtet sich an AbsolventInnen und ehemalige Studierende der Muthesius Kunsthochschule, die innerhalb der letzten zwei Jahre ihren Abschluss erworben haben. Aus über 70 Bewerbungen nominierten zwei hochschulunabhängige Vorjurys jeweils 10 Arbeiten aus beiden Bereichen für die Präsentation in der Kunsthalle zu Kiel. Im Rahmen der Ausstellung küren zwei überregional und international orientierte Fachjurys die finalen PreisträgerInnen.

Alicja Kwade, Hypothetisches Gebilde, 2016, Kupfer, Granit, 180,5 x 149 x 189 cm, kamel mennour © Courtesy: Alicja Kwade, kamel mennour, Paris/London, Foto: Julie Joubert
Alicja Kwade, Hypothetisches Gebilde, 2016, Kupfer, Granit, 180,5 x 149 x 189 cm, kamel mennour © Courtesy: Alicja Kwade, kamel mennour, Paris/London, Foto: Julie Joubert
Alicja Kwade – AMBO

21. April 2018 bis 16. September 2018

Es ist eine einzigartige, auf den konkreten Ausstellungsort zugeschnittene Inszenierung, die die international gefragte Künstlerin Alicja Kwade (*1979) für die Kunsthalle zu Kiel entwickelt hat. Ihr Interesse gilt besonders der Konstruktion von Wirklichkeit sowie der Erfahrung von Raum und Zeit.
Dabei nimmt Alicja Kwade philosophische Fragen und naturwissenschaftliche Erkenntnisse in ihre Arbeit auf. Der titelgebende Begriff ambo kommt aus dem Lateinischen und bedeutet beide, aber auch mehrdeutig. Alicja Kwade lädt mit AMBO in ein künstlerisches Labor ein, das ungewöhnliche Wahrnehmungserlebnisse bereithält.

Pipilotti Rist. Videos 1986-1992

24. Februar 2018 bis 02. September 2018

„[Ich] mische mit der Hirnzunge die Bilder knapp vor und knapp hinter den Augendeckeln.“ - sagt Pipilotti Rist über ihre Vorgehensweise. Die 1962 in der Schweiz geborene Künstlerin ist auch Musikerin und Mitglied der Band Les Reines Prochaines („Die nächstfolgenden Königinnen“). Pipilotti Rist bezeichnet sich selbst als typisches Fernsehkind, aufgewachsen mit den Musikvideos von MTV. Deren Bildsprache und Ästhetik nimmt die Künstlerin in den hier gezeigten frühen Arbeiten auf und arbeitet in ihren Videos mit den Möglichkeiten des Mediums: grelle Farben, starke Vergrößerungen, Bildstörungen und Überblendungen zählen dazu. Pipilotti Rist setzt sich offensiv mit Sexualität und Körperlichkeit, Popkultur und Vorstellungen von Weiblichkeit auseinander.

Emil Nolde, Maler Schmidt-Rottluff, 1906, Öl auf Leinwand, 52 x 37 cm, Nolde Stiftung Seebüll © Nolde Stiftung Seebüll Foto: Fotowerkstatt Elke Walford, Dirk Dunkelberg
Emil Nolde, Maler Schmidt-Rottluff, 1906, Öl auf Leinwand, 52 x 37 cm, Nolde Stiftung Seebüll © Nolde Stiftung Seebüll Foto: Fotowerkstatt Elke Walford, Dirk Dunkelberg
Nolde und die Brücke

18. November 2017 bis 02. April 2018

Emil Nolde gehört zu den herausragenden Künstlern des 20. Jahrhunderts. Die Künstlergruppe Brücke wurde 1905 in Dresden von Fritz Bleyl, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner und Karl Schmidt-Rottluff gegründet und zählt zu den wichtigsten Vertretern des Expressionismus. Diese Anfang 20-Jährigen sind von den „Farbenstürmen“ des bald eine Generation älteren Noldes begeistert und bieten ihm im Februar 1906 die Mitgliedschaft an. Es kommt zum künstlerischen Austausch. Die Malerei der Brücke wird durch Nolde inspiriert und dieser wiederum lässt sich anregen vom Holzschnitt, einer Domäne der Brücke-Künstler. Doch Nolde, der „die Flügel ja so gern frei haben will“, trennt sich von den Brücke-Künstlern bereits im November 1907. Das künstlerische Echo der gemeinsamen Zeit hält allerdings für alle beteiligten Künstler noch Jahre an.
In der gemeinsam mit dem Museum der bildenden Künste Leipzig konzipierten Ausstellung widmet sich die Kunsthalle zu Kiel diesem bedeutenden Kapitel deutscher Kunstgeschichte.
Zentrale Werke der Brücke-Künstler und Emil Noldes werden von Dokumenten aus verschiedenen Archiven begleitet, die ein Bild der Zeit und der künstlerischen Debatte zeichnen sowie die Rolle der Ehefrau Emil Noldes, Ada, anschaulich vermitteln.
Die Ausstellung, an der sich zahlreiche museale und private Leihgeber beteiligen, erfolgt mit der Unterstützung des Brücke-Museums in Berlin und der Nolde Stiftung in Seebüll