Ausstellungen

Vorschau

Kommende Ausstellungen 2016

SONDERAUSSTELLUNGEN
Christian Rohlfs, „Der Prophet“ 1917, Öl auf Leinwand, 110,5 x 61,5 cm © Kunsthalle zu Kiel, Foto: Martin Frommhagen
Christian Rohlfs, „Der Prophet“ 1917, Öl auf Leinwand, 110,5 x 61,5 cm © Kunsthalle zu Kiel, Foto: Martin Frommhagen

Gott und die Welt
Vom sakralen zum autonomen Bild 1871-1918

1. Oktober 2016 – 29. Januar 2017

In einer entscheidenden Phase der Moderne, im Kontext der Avantgardebewegungen, weicht die abendländische Tradition des christlich motivierten Werkes durch ineinandergreifende, oft auch nur nebeneinander herlaufende Stränge der künstlerischen Autonomie. Zunehmend bestimmen neue Ausdrucksformen das bildnerische Experiment. Die persönliche Haltung, die eigene Idee, das Material, die Form und die Farbe zeichnen das Werk des autonomen Künstlers aus – jenseits oder nur berührt von tradierten Themen und Motiven. Die politisch definierte Zeitspanne der Existenz des Deutschen Reiches gibt den Rahmen vor, innerhalb dessen sakrale, spirituelle und transzendente Bildbegriffe verhandelt werden. Beide, die geistlichen wie die politischen Aspekte, berühren sich und stoßen sich gleichermaßen ab im Deutschen Reich. Ihre Dynamiken tragen wesentlich zum Entstehen der klassischen Moderne bei.

Künstler: Ernst Barlach, Max Beckmann, Benno Berneis, Karl Caspar, Lovis Corinth, Josef Eberz, Conrad Felixmüller, Eduard von Gebhardt, Adolf Hölzel, Karl Hofer, Max Klinger, Wilhelm Lehmbruck, Max Liebermann, Franz Marc, Wilhelm Morgner, Emil Nolde, Christian Rohlfs, Josef Scheurenberg, Karl Schmidt-Rottluff, Wilhelm Steinhausen, Hermann Stenner, Hans Thoma, Fritz von Uhde, Albert Weisgerber, u.a.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Kulturstiftung des Landes Schleswig Holstein.

 

AUSSTELLUNGEN DER GRAPHISCHEN SAMMLUNG
Käthe Kollwitz, „Selbstbildnis“, 1924 Lithographie © Kunsthalle zu Kiel, Foto: Sönke Ehlert
Käthe Kollwitz, „Selbstbildnis“, 1924 Lithographie © Kunsthalle zu Kiel, Foto: Sönke Ehlert

Käthe Kollwitz: Ich will wirken
19. November 2016 – 5. März 2017

Die Graphische Sammlung zeigt zum Jahreswechsel 2016/17 mit Käthe Kollwitz (1867-1945) eine zentrale deutsche Künstlerin des 20. Jahrhunderts. Ihr Werk, in dem sie zu einem sehr eigenen Stil findet, zeigt die sozialen Missstände ihrer Zeit, Armut, Tod und Trauer und ist stark von persönlichen Erlebnissen geprägt. Die Graphische Sammlung zeigt zentrale Graphikfolgen der Künstlerin wie Ein Weberaufstand (1893-97), der Kollwitz die Anerkennung als Künstlerin brachte, Bauernkrieg (1902/03-1908) und Sieben Holzschnitte zum Krieg (1922/23). Auch Hauptwerke wie Frau mit totem Kind, 1903 oder Helft Russland, 1921 und die eindrücklichen Selbstbildnisse gehören zu den Beständen der Sammlung und werden Teil der Ausstellung sein.