Ausstellungen

Vorschau

Kommende Ausstellungen 2017

SONDERAUSSTELLUNGEN 2017
Gustav Wimmer, ohne Titel, 1954-57, Öl auf Karton, 40 x 40 cm, Schleswig-Holsteinischer Kunstverein, Foto: Sönke Ehlert
Gustav Wimmer, ohne Titel, 1954-57, Öl auf Karton, 40 x 40 cm, Schleswig-Holsteinischer Kunstverein, Foto: Sönke Ehlert

Gustav Wimmer. Bilder ohne Namen
23. September 2017 bis 28. Januar 2018
Eine Ausstellung des Schleswig-Holsteinischen Kunstvereins

Selten ausgestellt und weithin unbekannt ist der Künstler Gustav Wimmer (1877–1964). Dabei zeichnen sich seine Landschaftsdarstellungen und Porträts durch einen hohen Wiedererkennungswert aus: Seine schemenhafte Malweise und die überwiegend sehr helle oder sehr dunkle Tonigkeit der Bilder erzeugen nicht selten den Eindruck von völliger Regungslosigkeit und gespenstischer Stille. Wimmer, von dem es heißt, er glaubte nicht an Geheimnisse, malte rätselhafte Bilder. Der Künstler gab seinen Werken keine festen Titel: er schuf Bilder ohne Namen. 
Gustav Wimmer stammte aus Stettin und studierte an der Berliner Kunstakademie. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte er zunächst in Ostfriesland, später, bis zu seinem Tod, in Kiel.
Der Schleswig-Holsteinische Kunstverein hat in den letzten Jahren 17 Arbeiten als Geschenk erhalten. Die Ausstellung zeigt diese Werke zusammen mit Leihgaben aus dem Pommerschen Landesmuseum in Greifswald sowie aus Privatbesitz.

Emil Nolde, Maler Schmidt-Rottluff, 1906, Nolde Stiftung Seebüll © Nolde Stiftung Seebüll
Emil Nolde, Maler Schmidt-Rottluff, 1906, Nolde Stiftung Seebüll © Nolde Stiftung Seebüll

Nolde und die Brücke
18. November 2017 bis  2. April 2018

Emil Nolde gehört zu den herausragenden Künstlern des 20. Jahrhunderts. Die Künstlergruppe Brücke wurde 1905 in Dresden von Fritz Bleyl, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner und Karl Schmidt-Rottluff gegründet und zählt zu den wichtigsten Vertretern des Expressionismus. Diese Anfang 20-Jährigen sind von den „Farbenstürmen“ des bald eine Generation älteren Noldes begeistert und bieten ihm im Februar 1906 die Mitgliedschaft an. Es kommt zum künstlerischen Austausch. Die Malerei der Brücke wird durch Nolde inspiriert und dieser wiederum lässt sich anregen vom Holzschnitt, einer Domäne der Brücke-Künstler. Doch Nolde, der „die Flügel ja so gern frei haben will“, trennt sich von den Brücke-Künstlern bereits im November 1907. Das künstlerische Echo der gemeinsamen Zeit hält allerdings für alle beteiligten Künstler noch Jahre an.
In der gemeinsam mit dem Museum der bildenden Künste Leipzig konzipierten Ausstellung widmet sich die Kunsthalle zu Kiel diesem bedeutenden Kapitel deutscher Kunstgeschichte.
Zentrale Werke der Brücke-Künstler und Emil Noldes werden von Dokumenten aus verschiedenen Archiven begleitet, die ein Bild der Zeit und der künstlerischen Debatte zeichnen sowie die Rolle der Ehefrau Emil Noldes, Ada, anschaulich vermitteln.
Die Ausstellung, an der sich zahlreiche museale und private Leihgeber beteiligen, erfolgt mit der Unterstützung des Brücke-Museums in Berlin und der Nolde Stiftung in Seebüll.