Ausstellungen

Vorschau

Kommende Ausstellungen 2016

SONDERAUSSTELLUNGEN

Muthesius Preis für Kunst, Raum und Design
18. – 26. Juni 2016

Eine Woche Ausstellung begleitet von Führungen, Workshops und Einblicken in die kreativen Prozesse der Hochschule - ausgezeichnete Absolventinnen und Absolventen der Muthesius Kunsthochschule zeigen und kommentieren ihre innovativen gestalterischen und künstlerischen Werke.

Die Preisverleihung findet am 23. Juni 2016 um 18.00 Uhr statt.

Emeka Ogboh – Song of the Germans
Gast der Sammlungspräsentation "Gebrochen Deutsch"

9. Juli  – 11. September 2016

Emeka Ogbohs akustische Installation The Song of the Germans entstand 2015 für die Biennale in Venedig. Das Werk ist von der Sammlung Zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland angekauft worden und wird im Sommer 2016 in der Kunsthalle zu Kiel zu erleben sein: In 10 indigenen Sprachen des afrikanischen Kontinents erklingt die deutsche Nationalhymne, einzelne Stimmen schwellen immer wieder zu einem Chor an. Die Sammlungspräsentation wird sich, ausgehend von Ogbohs Werk, mit der Frage von kollektiver Identitätsbildung beschäftigen und neben anderen die raumgreifende Installation Gebrochen Deutsch von Raffael Rheinsberg präsentieren. Die gebrochenen Straßenschilder, als geborstener Teppich auf dem Boden liegend, regen gemeinsam mit dem Titel zum Nachdenken über historisch-politische Zusammenhänge, gesellschaftliche Prozesse und die Idee der Nation an.

Christian Rohlfs, „Der Prophet“ 1917, Öl auf Leinwand, 110,5 x 61,5 cm © Kunsthalle zu Kiel, Foto: Martin Frommhagen
Christian Rohlfs, „Der Prophet“ 1917, Öl auf Leinwand, 110,5 x 61,5 cm © Kunsthalle zu Kiel, Foto: Martin Frommhagen

Gott und die Welt
Vom sakralen zum autonomen Bild 1871-1918

1. Oktober 2016 – 29. Januar 2017

In einer entscheidenden Phase der Moderne, im Kontext der Avantgardebewegungen, weicht die abendländische Tradition des christlich motivierten Werkes durch ineinandergreifende, oft auch nur nebeneinander herlaufende Stränge der künstlerischen Autonomie. Zunehmend bestimmen neue Ausdrucksformen das bildnerische Experiment. Die persönliche Haltung, die eigene Idee, das Material, die Form und die Farbe zeichnen das Werk des autonomen Künstlers aus – jenseits oder nur berührt von tradierten Themen und Motiven. Die politisch definierte Zeitspanne der Existenz des Deutschen Reiches gibt den Rahmen vor, innerhalb dessen sakrale, spirituelle und transzendente Bildbegriffe verhandelt werden. Beide, die geistlichen wie die politischen Aspekte, berühren sich und stoßen sich gleichermaßen ab im Deutschen Reich. Ihre Dynamiken tragen wesentlich zum Entstehen der klassischen Moderne bei.

Künstler: Ernst Barlach, Max Beckmann, Benno Berneis, Karl Caspar, Lovis Corinth, Josef Eberz, Conrad Felixmüller, Eduard von Gebhardt, Adolf Hölzel, Karl Hofer, Max Klinger, Wilhelm Lehmbruck, Max Liebermann, Franz Marc, Wilhelm Morgner, Emil Nolde, Christian Rohlfs, Josef Scheurenberg, Karl Schmidt-Rottluff, Wilhelm Steinhausen, Hermann Stenner, Hans Thoma, Fritz von Uhde, Albert Weisgerber, u.a.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Kulturstiftung des Landes Schleswig Holstein.

 

SAMMLUNGSPRÄSENTATIONEN

Emeka Ogboh – Song of the Germans
Gast der Sammlungspräsentation Gebrochen Deutsch

9. Juli  – 11. September 2016

Weitere Informationen siehe "Sonderausstellungen"

Johann Liss, „Das Morraspiel im Freien“, um 1626 Öl auf Leinwand, 68 x 58,5 cm, Dauerleihgabe des Landes Schleswig-Holstein © Kunsthalle zu Kiel, Foto: Martin Frommhagen
Johann Liss, „Das Morraspiel im Freien“, um 1626 Öl auf Leinwand, 68 x 58,5 cm, Dauerleihgabe des Landes Schleswig-Holstein © Kunsthalle zu Kiel, Foto: Martin Frommhagen

Was das Bild zur Kunst macht
Die Sammlung

13. August 2016 – Anfang 2017

Streng chronologisch wurde die Sammlung der Kunsthalle zu Kiel selten präsentiert. Unter dem Titel „Was das Bild zur Kunst macht“ stellt die Kunsthalle zu Kiel ihre Sammlungsbestände vor und fragt, welche Rolle die Werke der Kunst im Bilderhaushalt ihrer Zeit jeweils gespielt haben und heute spielen. Die Präsentation wird deutlich machen, für welche Wünsche und Bedürfnisse Kunst stand und steht und inwiefern sich die Rolle des künstlerischen Bildes als Solitär in früheren Zeiten bis zu seinen Funktionen innerhalb der Bilderflut der Gegenwart gewandelt hat – und welche Vorstellungen vom Bild als Kunst bleiben.

AUSSTELLUNGEN DER GRAPHISCHEN SAMMLUNG
Peter Cornelius, „Faust und Wagner unter den Spaziergängern vor dem Tore [Osterspaziergang]“ aus der Folge von 12 Blättern „Bilder zu Goethe’s Faust“, 1816, Kupferstich © Kunsthalle zu Kiel, Foto: Sönke Ehlert
Peter Cornelius, „Faust und Wagner unter den Spaziergängern vor dem Tore [Osterspaziergang]“ aus der Folge von 12 Blättern „Bilder zu Goethe’s Faust“, 1816, Kupferstich © Kunsthalle zu Kiel, Foto: Sönke Ehlert

Faust
Illustrationen zu Goethes Meisterwerk

16. Juli – 6. November 2016

Goethes Faust gilt als bedeutendstes Werk der deutschen Literatur. Immer wieder haben Künstler sich mit dieser berühmten Tragödie auseinandergesetzt. So auch Peter Cornelius in seinen von Goethe hoch gelobten Zeichnungen, die vor genau 200 Jahren, 1816, als Kupferstichfolge erschienen. Die Graphische Sammlung präsentiert diese eindrucksvollen Blätter gemeinsam mit Illustrationen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts aus ihren Beständen.

Künstler: Peter Cornelius, Georg Kolbe, Moritz Retzsch, Ferdinand Ruscheweyh, Julius Thaeter, u.a.

Käthe Kollwitz, „Selbstbildnis“, 1924 Lithographie © Kunsthalle zu Kiel, Foto: Sönke Ehlert
Käthe Kollwitz, „Selbstbildnis“, 1924 Lithographie © Kunsthalle zu Kiel, Foto: Sönke Ehlert

Käthe Kollwitz: Ich will wirken
19. November 2016 – 5. März 2017

Die Graphische Sammlung zeigt zum Jahreswechsel 2016/17 mit Käthe Kollwitz (1867-1945) eine zentrale deutsche Künstlerin des 20. Jahrhunderts. Ihr Werk, in dem sie zu einem sehr eigenen Stil findet, zeigt die sozialen Missstände ihrer Zeit, Armut, Tod und Trauer und ist stark von persönlichen Erlebnissen geprägt. Die Graphische Sammlung zeigt zentrale Graphikfolgen der Künstlerin wie Ein Weberaufstand (1893-97), der Kollwitz die Anerkennung als Künstlerin brachte, Bauernkrieg (1902/03-1908) und Sieben Holzschnitte zum Krieg (1922/23). Auch Hauptwerke wie Frau mit totem Kind, 1903 oder Helft Russland, 1921 und die eindrücklichen Selbstbildnisse gehören zu den Beständen der Sammlung und werden Teil der Ausstellung sein.