Schleswig-Holsteinischer Kunstverein e.V.

Ausstellungen

Ausstellungsreihe des Schleswig-Holsteinischen Kunstvereins

Thomas Judisch, „Gladiator Borghese“ 2014, Acrystal, Gipsformerei, Staatliche Museen zu Berlin © Thomas Judisch
Thomas Judisch, „Gladiator Borghese“ 2014, Acrystal, Gipsformerei, Staatliche Museen zu Berlin © Thomas Judisch
Thomas Judisch - Heute war gestern. Zwischen Freizeitkult und Hochkultur

23. April - 26. Juni 2016

Thomas Judisch setzt sich in der Werkreihe "Heute war gestern" mit dem überlieferten Bild der antiken Figur auseinander. Im Kontext der Antikensammlung gilt das besondere Augenmerk des Künstlers Sockeln und Stützen berühmter Skulpturen wie der "Kapitolinischen Venus" oder dem "Apoll von Belvedere". Als funktionale Notwendigkeit betrachtet, finden diese Hilfsmittel im allgemeinen Bewusstsein kaum Beachtung. Die Form, jeweils ihrer Funktionalität enthoben, wird ohne die Figur, die sie ursprünglich stützte, selbst zum Werk. Das neue Objekt als Wiedergänger einer alten Form übernimmt damit die Hauptrolle in der Frage danach, was Kunst ist, welche Rolle die Formensprache und die Funktion in diesem Kontext spielen. Damit richtet Thomas Judisch den Blick auch darauf, inwiefern unsere Sehgewohnheiten durch Konventionen geprägt sind.

Angela Glajcar, "Weiß", 2014, Rauminstallation Zellulose 800g, Flachstahl und Schrauben, Schleswig-Holsteinischer Kunstverein in der Kunsthalle zu Kiel © VG Bild-Kunst, Bonn 2014, Foto: Schleswig-Holsteinischer Kunstverein, Helmut Kunde
Angela Glajcar, "Weiß", 2014, Rauminstallation Zellulose 800g, Flachstahl und Schrauben, Schleswig-Holsteinischer Kunstverein in der Kunsthalle zu Kiel © VG Bild-Kunst, Bonn 2014, Foto: Schleswig-Holsteinischer Kunstverein, Helmut Kunde
Angela Glajcar – Weiß

12. September 2014 – 8. Februar 2015

2014 präsentiert der Schleswig-Holsteinische Kunstverein zum dritten Mal eine temporäre, ortsspezifische Installation in der Kunsthalle zu Kiel. Die in diesem Jahr ausgewählte Bildhauerin Angela Glajcar arbeitet vornehmlich mit Papier in raumfüllenden Formaten:
Das Kieler Werk aus 800 g/qm schwerem Material ist monumental und zart zugleich; es verbindet Gegensätze wie hart und weich, hell und dunkel. So lässt sich der Titel Weiß sowohl auf die Farbe des Papiers als auch auf deren metaphysische Bedeutung beziehen. Angela Glajcars kraftvolle Installation verändert den Raumeindruck und setzt sich in Beziehung zur Architektur der Kunsthalle.


Khaled al Khani, Hamoui Icon, 2012, acryl on canvas, 50 x 50 cm, Privat collection © Khaled al Khani
Khaled al Khani, Hamoui Icon, 2012, acryl on canvas, 50 x 50 cm, Privat collection © Khaled al Khani
Khaled al Khani
16. März – 8. September 2013
 
Nach dem Auftakt der Ausstellungsreihe des Schleswig-Holsteinischen Kunstvereins im vergangenen Jahr ist 2013 der syrische Maler Khaled al Khani (*1975) eingeladen einen Raum in der Kunsthalle zu bespielen. 
Der Künstler studierte Malerei in Hama und Damaskus. 2011 floh er ins Exil nach Paris. Khaled al Khanis expressive, figurative Malerei ist geprägt von existenziellen Erfahrungen, die er in seinem Heimatland gemacht hat.
Die Freiheit ist das große Thema dieses Künstlers. Für die Ausstellung in der Kunsthalle hat Khaled al Khani eigens eine Rauminstallation entworfen.
 
 
Chiharu Shiota, Stairway, 2012, Rauminstallation Schleswig-Holsteinischer Kunstverein in der Kunsthalle zu Kiel, Foto: Sunhi Mang, © VG Bild Kunst, Bonn 2012
Chiharu Shiota, Stairway, 2012, Rauminstallation Schleswig-Holsteinischer Kunstverein in der Kunsthalle zu Kiel, Foto: Sunhi Mang, © VG Bild Kunst, Bonn 2012

Chiharu Shiota
13. Januar – 29. April 2012

Der Kunstverein stellt ab 2012 einmal jährlich an einem festen Ort in der Kunsthalle eine junge, künstlerische Position vor.

Den Auftakt zu der Ausstellungsreihe des Kunstvereins bildete eine eigens für den Verein konzipierte Rauminstallation: Chiharu Shiota arbeitet mit Performances, ist dem Theater verbunden, zeichnet und entwirft raumgreifende Installationen. Wesentliches Merkmal ihrer Werke ist der Einsatz von schwarzen Baumwollfäden, in die sie u. A. Tische, Kleider, ein Klavier oder auch sich selbst einwebt. Das so entstandene Netz aus schwarzen Linien wirkt wie eine Zeichnung im Raum. Es entstehen Assoziationen zu Lebenslinien, Kommunikation oder Erinnerung.
Der Raum wird gleichsam zur Bühne. In dieser speziellen Art der Körper- und Raumwahrnehmung, sowie im performativen Akt ihrer Werke spiegelt sich auch die Prägung ihrer Lehrerinnen Rebecca Horn und Marina Abramovic wieder.

Für die Ausstellung in der Kunsthalle zu Kiel hat Chiharu Shiota eine neue, raumfüllende Installation entwickelt, die wie ihre anderen Arbeiten temporär, das heißt nur für die Dauer der Ausstellung zu sehen war.