Publikationen

Hrsg.: H.-W. Schmidt und Dirk Luckow
Texte: Annie Claustres, Robert Fleck und Jan Nicolaisen
260 Seiten
220 Farb- und s/w-Abb.
ISBN 978-3-86678-114-6

Katalog vergriffen

Hans Hartung

Spontanes Kalkül. Bilder, Fotografien, Film 1922–1989

Wie ist eine Malerei zu verstehen, die unter den paradoxen Vorgaben von Spontaneität und Kalkül entsteht? Hans Hartung (1904–1989) hat lange dem Eindruck nicht widersprochen, dass seine gestischen Bilder in direkter Aktion auf der Leinwand als unmittelbarer Ausdruck von Emotionen entstanden seien. Doch ‚spontan’ war Hartung lange nur als Zeichner. Bei allen bis 1960 entstandenen Gemälden dagegen hat er seine Zeichnungen als Vor- und Grundlage genommen und sie exakt und ohne Variation auf die Leinwand übertragen.

Zum ersten Mal sind jetzt diese Zeichnungen und Bilder nebeneinander zu sehen, wird Hartung auch als versierter Zeichner vorgestellt. Einen weiteren Höhepunkt stellt die Auswahl der letzten Bilder Hartungs dar, in denen der Künstler eine neue Freiheit des Ausdrucks gefunden hat. Ein eigenes Kapitel ist schließlich der bislang wenig gewürdigten Fotografie Hans Hartungs gewidmet.

 (In Kooperation mit dem Museum der bildenden Künste Leipzig)