#4 Pop-up Kunsthalle zu Kiel
Lu Yang. Electromagnetic Brainology
30. Januar bis 15. März 2026
Bevor im Frühjahr 2026 die Bauarbeiten beginnen, zeigt die Kunsthalle zu Kiel ein letztes Mal Kunst im Glasvorbau. Die Privatsammlung Haus N hat dafür großzügig ihren Bestand an zeitgenössischen Werken geöffnet.
In digitalen Bildwelten, die mit den Ausstellungsflächen verschmelzen, setzt sich Lu Yang (*1984, Pronomen: er/ihm) mit Themen wie Buddhismus, Gender, Körperlichkeit und existenziellen menschlichen Zuständen auseinander. Dabei dient ihm Tanz oft als zentrale Ausdrucksform. Lu Yang wurde in Shanghai geboren, hat dort studiert und lebt heute sowohl in Shanghai als auch in Tokio. Die japanische Welt des Animees und Computerspiels findet immer wieder Einfluss in seine künstlerische Arbeit.
In Kiel wirkt die farbintensive Videoinstallation Electromagnetic Brainology aus dem Jahr 2017 in den öffentlichen Raum hinein. Das Anime verbindet Darstellungen buddhistischer Gottheiten mit Actionfiguren aus der Fantasyreihe Masters of the Universe, die ihren Ursprung in den 1980er-Jahren hat. Lu Yang bringt die buddhistischen und hinduistischen Konzeptionen der vier Elemente Erde, Wasser, Feuer und Luft mit neurologischen Schmerzprozessen des menschlichen Gehirns zusammen. Immer wieder integriert Lu Yang sein Selbstbildnis in seine Kunst: Sein Avatar spielt die Rolle der menschlichen Hauptfigur, die unter Schmerzen leidet.
Herzlicher Dank an die Sammlung Haus N Kiel / Athen!
Glasvorbau der Kunsthalle zu kiel. die ausstellung war für die Außenansicht konzipiert und konnte von 7 bis 22 Uhr besichtigt werden.
Öffentliche Führungen: Jeden Sonntag, 11 Uhr
Kuratorische Führung: Sonntag, 8. Februar 2026, 11 Uhr mit Muriel Meyer
Wir danken unseren Gastgebern für die Eröffnungsfeier und Kooperationspartner während der Führungen: dem Digital Learning Campus (DLC) der CAU Seeburg.
Die Reihe Pop-up Kunsthalle zu Kiel zeigt während der sanierungsbedingten Schließung des Museums zeitgenössische künstlerische Positionen an unerwarteten Orten der Stadt Kiel. Im öffentlichen Raum, in Zwischennutzungen oder als Gastspiele entstehen meist neue, auf den Ort bezogene Produktionen. Damit öffnet sich die geschlossene Kunsthalle der Stadtgesellschaft und lädt ein, Kunst im Alltag zu erleben.